Droge „Internet“

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Vorhin im Radio gehört: Eine Studie des Bundesgesundheitsministeriums besagt, dass in Deutschland mehr als 500.000 Menschen internetsüchtig sind. Eigentlich Grund genug für die Behörden, das Internet mit auf die Liste der „nichtverkehrsfähigen Betäubungsmittel“ zu setzen. Schließlich kann man das seinen Bürgern ja nicht zumuten.

Vorteile brächte es auf jeden Fall: Keine Probleme mehr mit den Facebook-Privatsphären-Einstellungen oder der Verletzung des Urheberrechts im Internet, auf das es ja Siegrfried Kauder (CDU) abgesehen hat. Er möchte ein – sagen wir mehr oder minder ausgereiftes – Warnmodell bei Urheberrechtsverletzungen im Internet einführen: Bei der ersten Verletzung gibt’s eine E-Mail, bei wiederholten Verletzungen ein Internetverbot. Die Frage der Durchführbarkeit sei hier nicht gestellt.

Viele Probleme würden sich quasi per se in Luft auflösen, deswegen bin ich für eine Petition, die das Internet ins Betäubungsmittelgesetz mit aufnimmt (bzw. dessen Anhänge über nichtverkehrsfähige Betäubungsmittel). Im Idealfall stimmt auch die Piratenpartei einstimmig für ein solches Unterfangen. Damit hätte dann die FDP ein Problem weniger, da die Piratenpartei obsolet wäre.

Gäbe es auf der Welt nicht Schlimmeres, könnte man sich wahrhaftig darüber aufregen. Stattdessen konsumiere ich noch ein bisschen Internet bei einem Gläschen Scotch. Ist doch noch legal, oder?

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Handcreme von Samsung?

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Was läuft da eigentlich schief in der Werbewelt? Da werden von den Auftraggebern Millionen von Euros und Dollars in Werbung „investiert“ und was dabei rauskommt ist nicht mal mittelmäßig, sondern einfach nur falsch gedacht. Beispiele?

Samsung Galaxy SII:
Da wird mir mit gesprochenem Off-Text und wahnsinnig emotionalen Bildern suggeriert, wie wichtig und wertvoll meine Hände sind. Kreide, Ton, Dreck werden mir unter anderem gezeigt. Ich gebe zu, dass ich nicht nur beim ersten Mal auf ein Close-Up einer pflegenden Handcreme gewartet habe. Beim ersten Sehen habe ich schon darüber nachgedacht, nachhaltig war die Aussage Samsungs dann aber wohl doch nicht, denn kaum zwei Tage später: Selbe Werbung, selber Gedanke. Erst bei der Aufklärung, dass ein kaltes, metallisches Konsumgut gut für meine Hände sein soll, erinnerte ich mich wieder. Irgendwie hat die umsetzende Agentur zu viel „manuelle“ Emotion in etwas reingepackt, das nicht gut für die Hände, sondern für den Kopf sein sollte. Die Werbung ist gut, bis zu dem Punkt, an dem das beworbene Produkt gezeigt wird. Wer den Spot sehen möchte, kann das hier tun.

Expert:
Da wird gezeigt, wie eine Familie – relativ entspannt – durch die ausgeräumte Wohnung läuft und schön gemütlich aufzählt, welche Einrichtungsgegenstände gestohlen wurden. Als der Blick ins Arbeitszimmer fällt, steht der knapp 15 Jahre alte Computer noch auf dem Boden. Die Aufklärung: „Wird wohl doch Zeit für einen neuen Computer“ Wozu? Dass er mir dann gestohlen wird? Warum muss man denn hier mit der negativen Assoziation arbeiten? Ich möchte mir doch keinen Computer von Expert kaufen, damit er dann von den wählerischen Dieben gestohlen werden kann. Oder habe ich da etwas falsch verstanden? Vielleicht ist es ja ganz gut, dass ich einen Mac habe … mit dem können die Diebe nicht umgehen bzw. kann ich ihn lokalisieren und von den neuen, unrechtmäßigen Besitzern per Remote ein Bild mit der eingebauten Kamera machen.

Ich denke, ich bin nicht der einzige, der über diese Spots so denkt. Es geht hierbei um Assoziationen und Gefühle, die falsch geweckt werden. Und das muss man doch vor der Erstausstrahlung als Werbetreibender sehen und spüren. Schließlich sind ganze Teams an der Entstehung eines solchen Spots beteiligt. Oder ist es wie so oft und es hat nur niemand den Mumm zu sagen, das da was nicht passt …

Oder aber ich denke falsch und sollte zum Ende des Artikels einfach von etwas anderem reden. Zum Beispiel der Piratenpartei. Vielleicht kriege ich jetzt ein Angebot von Samsung oder Expert.

Bin ich Blogger?

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Noch ein Blog. Noch mehr Information. Ist es das, was die Menschheit braucht?

Vielleicht ja, wahrscheinlich nicht. Es wird sich herausstellen.
Es ist ein Test, sich noch mehr in die soziale Internetgemeinschaft einzugliedern und wichtige Informationen zu teilen. Informationen, die es wert sind gelesen und kommentiert zu werden. Informationen über die man konstruktiv diskutieren kann. Oder auch nicht.

In diesem Sinne: Herzlich Willkommen.